Die Natur

Landlebewesen

Besonders typische, aber selten gewordene Tiere für Sardinien, sind das Mufflon (sardisches Wildschaf) und der sardische Hirsch, die jedoch in Nordsardinien leider nicht mehr vertreten sind.Wichtig ist außerdem das sardische Wildschwein, welches in der Macchia lebt und nicht nur in Nordsardinien sondern inselweit verbreitet ist.

der sardische Wildschwein

das sardische Wildschwein

Das Wildschwein wird auf ganz Sardinien gejagt, da es in der sardischen Küche gern gegessen wird. Auf einige ganz kleine Lebensräume beschränkt leben Wildpferde und Esel.
Als Besonderheit gelten die auf der Insel Asinara lebenden kleinen weißen Esel mit blauen Augen.
Es existieren nur noch ca. 100 Esel und daher ist auch dieses Tier vom Aussterben bedroht.Als etwas Besonderes in Nordsardinien, sind einige geschützte Schildkrötenarten zu nennen, die man vor allem in der Gallura, z.B. auf dem Capo Testa bei Santa Teresa Gallura, beobachten kann.

Einige wenige Schlangenarten leben auf Sardinien, wobei als wichtigste Vertreter hier die Vipernatter und die Hufeisennatter zu nennen sind, die beide ungiftig sind.

Vogelarten

Wanderfalken

Wanderfalke

Auf Sardinien leben einige selten gewordene Vogelarten. Dies liegt vor allem an noch ungestörten Nistplätzen an den Küsten. An Raubvögeln gibt es auf Sardinien z.B. Fischadler, Habichte und Wanderfalken.
Wenn man Glück hat kann man in den Spaltn der Felsenküsten Königsadler sehen, außerdem gibt es einige wenige Exemplare an Goldadlern und Gänsegeiern. An den vielen Strandseen und Lagunen Nordsardiniens halten sich besonders viele Sumpfvogelarten auf, wie z.B. Seeschwalben, Wasserhühner, Stockenten, etc. sowie einige Reiherarten.
An den Küsten Nordsardiniens sind eingie Möwenarten zu finden, z.B. Königsmöwen und Seemöwen.
Außerdem kann man an einigen Orten vielleicht die seltene Korallenmöwe sehen, die auf Sardinien ebenfalls ihren Lebensraum hat. Etwas Besonderes sind die schwarzen Kormorane, da Sardinien deren einzige Zufluchtstätte im Mittelmeer ist. Sie sind auch an den Küsten Nordsardiniens zu sehen.

Meerestiere

An Fischarten findet man an den Küsten Sardiniens die typischen des Mittelmeeres, vor allem Barsch- und Brassenarten, wie z.B. Wolfsbarsch, Goldbrasse, Zahnbrasse und Zackenbarsch.

Goldbrasse

Goldbrasse

Aufgrund des Vorhandenseins von Unterwassergrotten und –felsen haben der Zackenbarsch und auch Moränen hier ihren Lebensraum.

An Weichtieren sind Mies- und Venusmuscheln zu finden und außerdem auch Oktupus und Tintenfisch. Insbesondere vor der Küste Santa Teresa Gallura leben außerdem Langusten, die einst an der gesamten Küste Nordsardiniens zu finden waren.
In den leichten Gewässern rund um die Inseln des La Maddalena Archipels findet man unter Wasser Korallen, Anemonen und Seesterne.
Ein Highlight sind die in der Meerenge zwischen Korsika und Nordsardinien vorbeiziehenden Tunfische und Delfine, wobei letztere rund um das La Maddalena Archipel leben.
So gut wie ausgerottet im sardischen Meer ist die Mönschsrobbe, die bis 1965 noch recht zahlreich vertreten war.

Geologie

GranitDie Küste Nordsardiniens weist verschiedene Gesteinsarten auf. Hauptsächlich, wie z.B. in der Gallura, sind Granitlandschaften zu finden.
Betrachtet man allerdings die Küste von Westen nach Osten, so ist die Stintino Halbinsel schieferhaltig.
Die Küste von Anglona besteht aus Trachyt und die sich anschließende Küste zwischen Valledoria und Costa Paradiso hat auffallende rote Porphyrfelsen. Daran schließt sich die wunderschöne Granitküste der Gallura an, die mit dem Capo Testa westlich von Santa Teresa di Gallura wohl ihre schönste Ausprägung bildet.
Alle diese Küstenabschnitte Nordsardiniens kann man von der herrlichen Provinzstraße, die von Stintino bis Santa Teresa di Gallura führt ganz leicht erreichen und zur Recht kann man bei dieser Straße von einer Panoramastraße sprechen, da sie viele Ausblicke auf die einzigartigen Küstenabschnitte, Strände und Buchten bietet.
Eine wunderschöne Granitformation, das Capo d´Orso („Bärenfels“), befindet sich weiter östlich hinter Palau.
Vom Meer aus betrachtet hat der Felsen die Form eins Bären.

Flora

Große Gebiete von Nordsardinien sind mit der sogenannten Macchia mediterranea bedeckt.

FloraDabei handelt es sich um einen niederen Buschwald, der die Folgevegeation der ehemaligen mediterranen Wälder darstellt.
Die Macchia besteht im Wesentlichen aus Sträuchern und Kräutern und einigen kleinen Bäumen. Häufige Vertreter der Sträucher sind Mastixstrauch, Ginsterarten, Wacholder, Myrte, Stechwinde und Erdbeerbaum.

Besonders wohlduftend und weit verbreitet ist das Cistus monspeliensis und Helichrysum.

An Kräutern sind häufig Rosmarin, Thymian und Lavendel zu finden. Etwas Besonderes ist die Macchia im Frühjahr, wenn sie prachtvoll in Blüte steht.

Bis zum Herbst verströmt diese Vegetation einzigartige Düfte, die man bei günstigen Witterungsbedingungen schon vom Meer riechen kann, wenn man z.B. mit der Fähre nach Sardinien anreist.
Außer der Macchia findet man in Nordsardinien Pinienwälder, wie z.B. an der Vall´Alta Küste an der Provinzstraße zwischen Santa Teresa di Gallura und Castelsardo.
Im Hügelland Nordsardiniens sind Eichenwälder verbreitet, vor allem Steineiche und Korkeiche.
In Tempio Pausania befindet sich daher auch das Zentrum der Korkeichenverarbeitung Sardiniens.