|
Mit dem Londoner Vertrag 1718, der Sardinien dem Herzog von Savoyen zuteilt entsteht das Königreich Sardinien unter der Dynastie der Savoyer , welches bis 1861 besteht. Damit beginnt Sardinien an der italienischen Geschichte teilzunehmen.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verabschiedet die piemontesische Regierung ein Programm zur Einführung der italienischen Sprache auf Sardinien.
Während dieser Zeit breitet sich das Bandatitenwesen aus, besonders in Nordsardinien. Im Jahr 1780 kommt es in Sassari zu einem Aufstand gegen die Feudal- und Fremdherrschaft. Auslöser ist eine Getreideknappheit in Nordsardinien. Im Krieg gegen Frankreich drängen die Sarden die Franzosen nicht nur im Süden in Cagliari, sondern auch in Nordsardinien auf La Maddalena zurück.
Einer der französischen Offiziere war dort der junge Napoleon.
Mit der Bodenreform 1820 entstehen die noch heute das Landschaftsbild prägenden mit Steinmauern oder Kakteenhecken eingezäunten Grundstücke.
Bis dahin wurde das Land gemeinschaftlich genutzt, jetzt erhält jeder das Land, welches er einzäunt .
1835 erlässt der König die ersten Gesetze zur Abschaffung des Feudalismus. Allerdings verarmen viele Sarden dabei, da hohe Summen für die Ablösung an die Lehnsherren gezahlt werden müssen.
Die wirtschaftliche Lage Sardiniens verschlechtert sich dramatisch. Sardinien wird 1861 Teil des italienischen Einheitsstaates unter piemontesischer Herrschaft.
Giuseppe Garibaldi, italienischer Freiheitskämpfer, erwirbt in Nordsardinien einen Teil der Insel Caprera, welches zum Maddalena Archipel gehört. Von 1856 lebt er dort und findet auf der Insel auch seine letzte Ruhestätte.
|