
9. bis 13. Jahrhundert |
|
Sardinien ist zu dieser Zeit in etwa vier gleichgroße Teile gegliedert, wobei Nordsardinien ausTorres (oder Logudoro) im Nordwesten und Gallura im Nordosten besteht. Südsardininen setzt sich aus den Gebieten Cagliari und Arborea zusammen. Die Territorien werden durch sardische Adlige regiert, welche als „Richter“ (von „judices“ und sardisch „iudikes“) bezeichnet werden. Diese vier Gebiete werden daher als Judikate bezeichnet. Richter aus dem Judikat Torres in Nordsardinien holen im 11. Jahrhundert Mönche auf die Insel, um die Landwirtschaft anzukurbeln. Damit beginnt die Verbreitung von Mönchsorden, die Sardinien intensiver landwirtschaftlich bewirtschaften. Einige große mittelalterliche Kirchen beherrschen heute noch Landstriche Sardiniens. Im 11. Jahrhundert erheben die Seerepubliken Genua und Pisa Anspruch auf Sardinien und geraten darüber in Streit. Kaiser Friedrich I. teilt Sardinien daraufhin in zwei Teile. Dabei wird Nordsardinien in der folgenden Zeit hauptsächlich durch Pisa regiert und der Süden durch Genua. |