Die Römer

177 v. Chr. wird Sardinien römische Provinz.

Romans Capotesta (click to enlarge)

Die Spuren der Römer in Nordsardinien findet man in der Nähe von Santa Teresa di Gallura, z.B. auf Capo Testa im Valle della Luna, welches als Granitsteinbruch diente.

Davon zeugen riesige teilweise bearbeitete Granitfelsblöcke am Eingang des Valle della Luna. Einige Säulen des Pantheons in Rom stammen wahrscheinlich von Capo Testa.

Auch die Pisaner benutzten diesen Steinbruch für die Säulengalerien des Doms von Pisa. Am Strand von Monachina auf Capo Testa liegen Reste römischer Säulen im Wasser.  

Hier lohnt es sich für Wasserliebhaber zu Schnorcheln und die faszinierende Unterwasserwelt Nordsardiniens zu entdecken. Zwischen den Römern und den sardischen Gebirgsstämmen kommt es immerwieder zu Aufständen.

Die Sarden verlieren dabei 12.000 Mann, wie römische Quellen belegen.  Cagliari (früher Karales) erhält  46 v.Chr. von Cäsar das römische Bürgerrecht. 27 v. Chr. wird Sardinien unter Kaiser Augustus senatorische Provinz und von einem Prokonsul verwaltet und 7 n. Chr. wegen erneuter Unruhen direkt dem Kaiser unterstellt.

Die wichtigsten Orte mit römischer Geschichte sind Cagliari im Süden der Insel und das heutige Porto Torres in Nordsardinien, welches von römischen Siedlern im 1. Jahrhundert v.Chr. gegründet wurde. Die Stadt besaß das römische Bürgerrecht und hatte eine Schiffsverbindung nach Rom und war somit wichtigster Handelsplatz in Nordsardinien.

In Porto Torres können die Reste eines Palazzo, einer Thermenanlage mit Aquädukt und eine Brücke besichtigt werden.